Die digi­ta­le Evo­lu­ti­on und das New Work Phä­no­men

Die digi­ta­le Evo­lu­ti­on und das New Work Phä­no­men

Die digi­ta­le Evo­lu­ti­on läuft bereits eine Ewig­keit und New Work ist nach mei­nem Ver­ständ­nis nur die kon­se­quen­te Fort­set­zung des vir­tu­el­len Orga­ni­sa­ti­ons­ge­dan­kens.

Bereits 1999 war ich wohl ein Pio­nier, als ich in mei­ner Diplom­ar­beit zum The­ma “Kom­mu­ni­ka­ti­ons­po­li­tik vir­tu­el­ler Unter­neh­men” am — For­schungs­in­sti­tut für Infor­ma­tik — der Uni­ver­si­tät Karls­ru­he fol­gen­de Sät­ze for­mu­lier­te:

“Das Inter­net­zeit­al­ter stellt ganz neue Anfor­de­run­gen an jedes ein­zel­ne Unter­neh­men. Kun­den for­dern erhöh­te Fle­xi­bi­li­tät, kur­ze Lie­fer­zei­ten und einen guten Kun­den­ser­vice bei mode­ra­ten Prei­sen. Sie äußern zudem ver­mehrt Wün­sche, wel­che dann gemein­sam mit dem Unter­neh­men auf die Bedürf­nis­se zuge­schnit­ten (Lösung) und in die­ser Form umge­setzt wer­den müs­sen. Tat­säch­lich schei­nen der­zei­ti­ge Orga­ni­sa­tio­nen mit die­ser Markt­ver­än­de­rung, die sich immer deut­li­cher abzeich­net, Schwie­rig­kei­ten zu haben. Die Ten­denz zu vir­tu­el­len Orga­ni­sa­tio­nen ist eine Fol­ge diver­ser Ver­än­de­run­gen des Zusam­men­spiels von Unter­neh­men sowie deren Ein­hei­ten inner­halb des Unter­neh­mens.”

Nichts ist neu an New Work, Digitale Evolution, Heribert MeffertMaurer und, Schramke, de vries, Strategische Defizite, Nah am Mensch, nah am Markt, Strategie, Unternehmen, EASY LEADERSHIP

Die Anfor­de­rung zur struk­tu­rel­len Ver­än­de­rung von Unter­neh­men besteht schon seit min­des­tens 20 Jah­ren. Mau­rer und Schram­ke schrie­ben bereits 1997 über Work­flow Manage­ment Sys­te­me in vir­tu­el­len Unter­neh­men und Mef­fert schrieb zeit­gleich über den Ver­fall tra­di­tio­nel­ler hier­ar­chi­scher Struk­tu­ren. Zwan­zig Jah­re spä­ter mit 80 wur­de Mef­fert von Hori­zont zum heu­ti­gen Mar­ke­ting­ver­ständ­nis befragt, sei­ne Ant­wort: “Es besteht die Gefahr, dass böse Zun­gen sagen: Mar­ke­ting is ever­ything. […] Das Balan­ce­den­ken zwi­schen Unter­neh­mens­zie­len und Käu­fer­zu­frie­den­heit hat mich sehr beschäf­tigt — und das gilt auch heu­te noch.”

Ein abso­lu­ter Vor­den­ker 1999 war Micha­el de Vries mit dem Titel “Das vir­tu­el­le Unter­neh­men — hoh­le Phra­se oder eier­le­gen­de Woll­milch­sau des Orga­niz­a­tio­nal Designs?”. Zitat aus dem Buch: “Beim vir­tu­el­len Büro geht es um die teil­wei­se Wie­der­auf­lö­sung von Unter­neh­men in ein­zel­ne Mit­ar­bei­ter”.

Die IT war schon immer Vor­rei­ter in Sachen Inno­va­ti­on und bringt täg­lich einen Blu­men­strauß neu­er Instru­men­te auf den Markt, die unse­re vir­tu­el­len Mög­lich­kei­ten der Zusam­men­ar­beit noch erwei­tern und ver­bes­sern.

Ich kann mich noch sehr gut dar­an erin­nern, als ich mit dem Nokia Com­mu­ni­ca­tor mei­ne ers­ten Mails und Faxe ver­sen­de­te, dann end­lich mei­ne ers­te GPRS Daten­kar­te in den Hän­den hielt und mich dar­auf gefreut habe, wie sie mein Leben erleich­tern wird. Ich könn­te Ihnen stun­den­lang über genia­le Inno­va­tio­nen berich­ten, die bis heu­te mein Leben und das mei­ner Kun­den enorm berei­chern.

Was mich beun­ru­higt sind all die “Intui­ti­ven Exper­ten von Ges­tern” und “Aus­lauf­mo­del­le der Zeit” die sich kon­se­quent weh­ren, tra­dier­tes Den­ken und Han­deln über Bord zu wer­fen, um kon­se­quent neue Wege zu gehen.

Wäh­rend “vir­tua­li­sier­te Unter­neh­men” den Kun­den inten­siv ver­ste­hen, ver­su­chen tra­di­tio­nel­le Unter­neh­men nach wie vor Ihre stra­te­gi­schen Defi­zi­te mit Druck zu kom­pen­sie­ren.  

Aktu­el­le Bei­spie­le dazu gibt es in Hül­le und Fül­le! Nur solan­ge es noch läuft lei­ten nur weni­ge cle­ve­re Stra­te­gen den bereits not­wen­di­gen Kurs­wech­sel ein!

Die Zau­ber­wor­te der digi­ta­len Neu­zeit lau­ten Markt und Mensch (Kun­de, Mit­ar­bei­ter, Koope­ra­ti­ons­part­ner)! Nur wer nah genug dran ist am Mensch und am Markt, wird zukünf­tig Ideen bie­ten kön­nen, die den zukünf­ti­gen Anfor­de­run­gen gerecht wer­den.

Der größ­te Her­aus­for­de­rer und zeit­gleich stärks­te Kon­kur­rent in Sachen digi­ta­ler Evo­lu­ti­on ist der Mensch selbst und sei­ne man­geln­de Bereit­schaft sich neu­en Mög­lich­kei­ten zu öff­nen”

Ich erle­be lei­der zu oft, dass Men­schen beson­ders bei Ver­än­de­rung, blo­ckie­ren und brem­sen wo es nur geht. 

Es ist doch viel ein­fa­cher dar­über zu reden, als etwas NEUES noch dazu UNBEKANNTES zu TUN.

Der siche­re Auto­pi­lot wird zu oft zum Bewah­rer vor Ver­än­de­rung, läuft doch!

In Work­shops höre ich regel­mä­ßig.…

  • Habe ich schon mal gehört
  • Kann man das wirk­lich so machen
  • Soll­te ich mal machen
  • Die Idee haben wir auch schon mal gehabt
  • Ab Mor­gen mache ich es dann
  • usw

Es ist span­nend zu beob­ach­ten, wie vie­le Men­schen sich täg­lich etwas vor­neh­men, es dann doch wie­der ver­ta­gen und im Zwei­fels­fall sind die ande­ren schuld.

Die Kom­fort­zo­ne ist ange­nehm und bie­tet Schutz und Sicher­heit, die Ver­än­de­rung hin­ge­gen ist unsi­cher und neu!

Die digi­ta­le Evo­lu­ti­on wird nur gelin­gen, wenn Sie MENSCHEN für die Zukunft und die damit ver­bun­de­nen Chan­cen begeis­tern.

Nur wenn es gelingt, ver­ständ­lich zu machen WARUM etwas pas­siert, wird es Men­schen leich­ter fal­len mit der Zeit zu gehen und die not­wen­di­ge Ver­än­de­rung zu gestal­ten.

Mein Tipp: Fan­gen Sie an und wer­den Sie Teil der digi­ta­le Evo­lu­ti­on, nur dann kön­nen Sie ande­re ein­la­den zu fol­gen.

Leben Sie vor, wor­über ande­re schon zu lan­ge reden — New Work — und ver­än­dern Sie sich, bevor Sie ver­än­dert wer­den.

TUN ist alles und bla bla bla nichts | Digi­tal Gere­de
DIGITAL bloss nicht ste­hen blei­ben

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