Corona, Menschen, Organisationen, Zukunft, Marcus Riesterer

Über die Zukunft, Menschen, Organisationen und Corona

Über die Zukunft, Menschen, Organisationen und Corona

Wenn man sich über lange Zeit täglich mit Menschen (Kommunikation, Verhalten, Elternhaus) und Organisationen (Positionierung, Strategie, Struktur, Kultur, Technologie, Zukunft) beschäftigt fällt immer wieder auf, dass sehr viele bevorzugt (gefühlt sicher) alten Handlungsmustern folgen und nur wenige Muster langfristig erfolgreich verändern können. Hinzukommt das Menschen unter Druck oft unbewusst, angestammte, möglicherweise unproduktive Verhaltensmuster zum besten geben (extreme Kritik/Fürsorge, Anpassung/Rebellion, intensiver Freigeist). Das Bewusstsein und die Veränderungskompetenzen von Menschen sind sicher auch aufgrund ihrer Sozialisierung (Elternhaus, Schule, Arbeit) oftmals nur schwach ausgeprägt. Verbot, statt Gebot, Zwang, statt Freiheit und Pflicht, statt Verantwortung. Ausnahmen bestätigen die Regel!

Ich nutze für die Mehrheit gerne zwei Begriffsbilder, die in keiner Weise despektierlich wirken sollen. Für mich waren diese Menschen schon immer Auslaufmodelle der Zeit oder intuitive Experten von gestern. Sie blenden technologische Entwicklungen, neue Arbeitsweisen und Innovationen gerne grundlegend aus und bleiben lieber bei altbewährten Handlungsmustern. Übrigens, kann man Menschen gerne bewusst in Schubladen packen, braucht allerdings die Bereitschaft sie dort auch wieder raus zu lassen.

Die Klassiker: Geht nicht weil, haben wir schon versucht, hat nicht funktioniert, macht keinen Sinn, zu aufwändig, zu kostenintensiv, rechnet sich nicht, etc.

Mit der Corona-Krise steigt in mehrfacher Hinsicht der Handlungsdruck für Menschen und Organisationen bestehende Verhaltensmuster zu überdenken und für eine erfolgreiche Zukunft anzupassen.

Corona macht seit geraumer Zeit – wie übrigens jede Krise – interne- und externe- menschliche und organisatorische Abhängigkeiten immer deutlicher sichtbar. Die geltenden Regeln und Verordnungen werden für viele Menschen und Organisationen zur Zerreißprobe. „Darwin“ hatte es im „Surival of the fittest“ treffend formuliert, nur die anpassungsfähigsten werden überleben.

Ein – wie er sich selbst bezeichnet – Feld, Wald und Wiesen Anwalt sagte mir kürzlich am Telefon, dass er mit seinem Geschäft während Corona extrem zufrieden ist. Die Zahl der Scheidungen geht steil nach oben, die Insolvenzen nehmen zu und arbeitsrechtliche Verhandlungen befinden sich auf Rekord-Niveau. Die Bestätigung dafür lieferte mir jüngst ein befreundeter Notar.

Wer vor der Corona-Krise schlecht aufgestellt war und keine psychische Widerstandskraft aufweist (Stichwort Resilienz), kann oder wird in dieser Krise untergehen! Keiner kann bisher sagen, was genau danach kommt! Sicher ist nur, dass es eine neue Normalität geben wird. Es gibt zahlreiche Hinweise darüber, wie die zukünftige Welt aussehen kann. Wer stehen bleibt, wird eines Tages von den Letzten überholt.

Fragen für eine erfolgreiche Zukunft nach Corona:

Wie gehen wir/ich mit der aktuellen Situation um? Wie funktioniert die Familie, wie die Organisation? Welche Chancen werden Risiken und welche Risiken können Chancen sein? Wie gut und belastbar sind meine/unsere bestehende Beziehungen und Kooperationen? Was passiert mit meinem/unserem Netzwerk? Wie sicher sind unsere Kunden? Welche Abhängigkeiten gibt es? Wie gut und belastbar sind meine/unsere Prozesse und Routinen? Wie können wir das Geschäftsmodell digital transformieren? Welche Infrastruktur benötige ich/wir? Wo halten ich/wir unsere Daten vor? Welche Cloudlösung ist die richtige? Wie können wir unsere Produktion digitalisieren? Wie optimiere ich/wir unsere interne- und externe Kommunikation? Wie verbessere ich/wir unsere Reputation über die gängigen digitalen Wege (Web, Social und Co.)? Wie gebe ich/wir Menschen in diesen Zeiten Sicherheit? Wie führe ich/wir auf Entfernung? Was wollen meine/unsere Kunden in Zukunft? Welche technologischen Tools nutzen ich/wir bereits und welche sind morgen nützlich? Was ist Datenschutzrechtlich zu beachten? Was können wir/ich unseren Kunden heute zusätzlich anbieten? Wie gewinne ich/wir neue Kunden? Wie sichere wir/ich unser Geschäft in der Zukunft? Welche alternativen Vertriebswege können wir/ich nutzen?

Sicherlich gibt es noch viel mehr Fragen, die interne und externe Abhängigkeiten sichtbar machen.

Wenn Sie antworten auf all diese Fragen haben und bereit sind Ihre Handlungsmuster zu verändern, werden Sie sicher gestärkt aus der Krise gehen.

Persönlichkeits- und Organisationsentwicklung spielen besonders in der Corona-Krise eine entscheidende Rolle. Zum einen wird die äußere Realität (soziale und physikalische Umweltbedingungen) mit den Corona Maßnahmen stark verändert und zum anderen wirkt diese – in der Öffentlichkeit beobachtbar – enorm auf die innere menschliche Realität (körperliche und physische Eigenschaften). In diesem Spannungsfeld formen sich ganz neue Persönlichkeiten. Sicherlich wird auch die Zahl möglicher Depressionsopfer noch weiter steigen.

Meine Bitte an alle Menschen und Organisationen: Geben Sie den Menschen Sicherheit, positive Aussichten und erreichbare Ziele.

Für den Erfolg in der Zukunft brauchen Menschen und Organisationen eine klare Vision; eine auf Vertrauen, Verantwortung, Identifikation, Mitbestimmung und Konsequenz basierende Kultur; gelebte Werte; eine flexible Strategie; belastbare Strukturen; technologisches Zukunftsverständnis; Veränderungsbereitschaft alte Handlungsmuster über Bord zu werfen; verantwortliche Menschen; einfache Spielregeln; und Antworten auf die Frage, was wollen die Kunden und Mitarbeiter von Morgen.

Wie zukunftsfähig sind ihre Ideen und was will ihr Kunde in Zukunft? Wie resilient sind Sie und ihre Organisation? Welches Innovationspotential trauen sie Ihren Mitmenschen zu?

Bleiben sie aufmerksam, denn die ZUKUNFT macht garantiert keine PAUSE.

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