Nichts ist neu an new work Marcus Riesterer

Nichts ist NEU an New Work

Nichts ist NEU an New Work

Die digitale Evolution läuft bereits eine Ewigkeit und New Work ist nach meinem Verständnis nur die konsequente Fortsetzung des virtuellen Organisationsgedankens. Nichts ist also NEU an New Work.

Bereits 1999 war ich wohl ein Pionier, als ich in meiner Diplomarbeit zum Thema „Kommunikationspolitik virtueller Unternehmen“ am – Forschungsinstitut für Informatik – der Universität Karlsruhe folgende Sätze formulierte:

„Das Internetzeitalter stellt ganz neue Anforderungen an jedes einzelne Unternehmen. Kunden fordern erhöhte Flexibilität, kurze Lieferzeiten und einen guten Kundenservice bei moderaten Preisen. Sie äußern zudem vermehrt Wünsche, welche dann gemeinsam mit dem Unternehmen auf die Bedürfnisse zugeschnitten (Lösung) und in dieser Form umgesetzt werden müssen.

Tatsächlich scheinen derzeitige Organisationen mit dieser Marktveränderung, die sich immer deutlicher abzeichnet, Schwierigkeiten zu haben. Die Tendenz zu virtuellen Organisationen ist eine Folge diverser Veränderungen des Zusammenspiels von Unternehmen sowie deren Einheiten innerhalb des Unternehmens.“

Die Anforderung zur strukturellen Veränderung von Unternehmen besteht schon seit mindestens 20 Jahren. Maurer und Schramke schrieben bereits 1997 über Workflow Management Systeme in virtuellen Unternehmen und Meffert schrieb zeitgleich über den Verfall traditioneller hierarchischer Strukturen.

Zwanzig Jahre später mit 80 wurde Meffert von Horizont zum heutigen Marketingverständnis befragt, seine Antwort: „Es besteht die Gefahr, dass böse Zungen sagen: Marketing is everything. […] Das Balancedenken zwischen Unternehmenszielen und Käuferzufriedenheit hat mich sehr beschäftigt – und das gilt auch heute noch.“

Ein absoluter Vordenker 1999 war Michael de Vries mit dem Titel „Das virtuelle Unternehmen – hohle Phrase oder eierlegende Wollmilchsau des Organizational Designs?“. Zitat aus dem Buch: „Beim virtuellen Büro geht es um die teilweise Wiederauflösung von Unternehmen in einzelne Mitarbeiter“.

Die IT war schon immer Vorreiter in Sachen Innovation und bringt täglich einen Blumenstrauß neuer Instrumente auf den Markt, die unsere virtuellen Möglichkeiten der Zusammenarbeit noch erweitern und verbessern.

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als ich mit dem Nokia Communicator meine ersten Mails und Faxe versendete, dann endlich meine erste GPRS Datenkarte in den Händen hielt und mich darauf gefreut habe, wie sie mein Leben erleichtern wird. Ich könnte Ihnen stundenlang über geniale Innovationen berichten, die bis heute mein Leben und das meiner Kunden enorm bereichern.

Was mich beunruhigt sind all die „Intuitiven Experten von Gestern“ und „Auslaufmodelle der Zeit“ die sich konsequent wehren, tradiertes Denken und Handeln über Bord zu werfen, um konsequent neue Wege zu gehen.

Während „virtualisierte Unternehmen“ den Kunden intensiv verstehen, versuchen traditionelle Unternehmen nach wie vor Ihre strategischen Defizite mit Druck zu kompensieren.  

Aktuelle Beispiele dazu gibt es in Hülle und Fülle! Nur solange es noch läuft leiten nur wenige clevere Strategen den bereits notwendigen Kurswechsel ein!

Die Zauberworte der digitalen Neuzeit lauten Markt und Mensch (Kunde, Mitarbeiter, Kooperationspartner)! Nur wer nah genug dran ist am Mensch und am Markt, wird zukünftig Ideen bieten können, die den zukünftigen Anforderungen gerecht werden.

Der größte Herausforderer und zeitgleich stärkste Konkurrent in Sachen digitaler Evolution ist der Mensch selbst und seine mangelnde Bereitschaft sich neuen Möglichkeiten zu öffnen“

Ich erlebe leider zu oft, dass Menschen besonders bei Veränderung, blockieren und bremsen wo es nur geht. 

Es ist doch viel einfacher darüber zu reden, als etwas NEUES noch dazu UNBEKANNTES zu TUN.

Der sichere Autopilot wird zu oft zum Bewahrer vor Veränderung, läuft doch!

In Workshops höre ich regelmäßig….

  • Habe ich schon mal gehört
  • Kann man das wirklich so machen
  • Sollte ich mal machen
  • Die Idee haben wir auch schon mal gehabt
  • Ab Morgen mache ich es dann
  • usw

Es ist spannend zu beobachten, wie viele Menschen sich täglich etwas vornehmen, es dann doch wieder vertagen und im Zweifelsfall sind die anderen schuld.

Die Komfortzone ist angenehm und bietet Schutz und Sicherheit, die Veränderung hingegen ist unsicher und neu!

Die digitale Evolution wird nur gelingen, wenn Sie MENSCHEN für die Zukunft und die damit verbundenen Chancen begeistern.

Nur wenn es gelingt, verständlich zu machen WARUM etwas passiert, wird es Menschen leichter fallen mit der Zeit zu gehen und die notwendige Veränderung zu gestalten.

Mein Tipp: Fangen Sie an und werden Sie Teil der digitale Evolution, nur dann können Sie andere einladen zu folgen.

Leben Sie vor, worüber andere schon zu lange reden – New Work – und verändern Sie sich, bevor Sie verändert werden.

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