Professionell konkret kommunizieren

Professionell konkret kommunizieren

Professionell konkret Kommunizieren

Aus aktuellem Anlass greife ich erneut die klassische Kommunikation per Post und elektronisch auf. Hoffentlich, würde, könnte, sollte und müsste sind, wenn auch völlig wirkungslos, in der deutschen Sprache hoch im Kurs.

Heute erhielt ich einen Brief aus der Gastronomie. Ein persönliches Anschreiben und dann: „Wir feiern 30 Jahre Hotel …., hoffentlich mit Ihnen?!?. Darauf folgt unkonkretes hätte, hätte Fahrradkette. Das Schreiben steigert tatsächlich eher mein Verlangen zu Hause zu bleiben. Darunter liebe Grüße von Familie xy und dem „stets bemühten xy Team“. Was will uns die Autor*in damit sagen? „Stets bemüht“ ist in jedem Arbeitszeugnis die Note ausreichend bis ungenügend.

Wie kommunizierst Du?

Die Überprüfung der Email Kommunikation eines Kunden ergab, dass alle Emails, egal wie förmlich, mit einem einfachen Hallo in der Anrede beantwortet wurden. Eine persönliche und förmliche Anrede war eher die Ausnahme. Rechtschreibung, Satzbau und Grammatik wiesen regelmäßig Fehler auf und nur wenige Kundenanfragen wurden vollständig beantwortet.

Wen wundert es, dass die Abschlussquote auf Anfragen gering bleibt! Dabei kann hier so viel gewonnen werden, hält man sich nur an einfache Kommunikationsregeln.

Mein Tipp: „Überprüfe regelmäßig Deine gesamte Kommunikation. Nimm Dir Zeit und lese alles in Ruhe nochmal durch bevor Du den Versand startest“

Bedenke, dass jede Kommunikation mit dem Kunden über Sieg oder Niederlage entscheidet. Ein Interessent/Kunde, der Dich mit „Sehr geehrte(r) und Namen“ anschreibt, wünscht sich gewiss kein Hallo als Antwort.

4 Kommentare zu „Professionell konkret kommunizieren“

  1. Hallo Herr Riesterer,

    Ihr zutreffende Analyse spricht vollkommen für den Einsatz von Sprachnachrichten in E-Mails. Die wenigsten Menschen sprechen falsch und Tippfehler gibt es beim Sprechen auch nicht. Ich frage mich immer warum die Deutschen sich gegen fast alle Innovationen wie diese sperren. Beim Fax war es vor 30 – 35 Jahren ja auch nicht anders. Die Japaner verschickten Faxe, die Deutschen liebten ihre Schneckenpost.

  2. Hallo zusammen,

    vielen Dank für diese wichtigen Hinweise zum Thema „Richtige Kommunikation“. Bereits der erste Kontakt mit einem Interessenten ist entscheidend dafür, ob eine weitere Geschäftsbeziehung zustande kommt. Da spielen vermeintliche „Kleinigkeiten“ schon eine wichtige Rolle.

    Ein sehr gutes Beispiel, wie man es nicht machen sollte, habe ich vor einiger Zeit in einem eigenen Beitrag beschrieben. http://www.fit4-business.com/2012/05/29/angebot-kunde-persoenlich-kommunikation-hotel/ .

    Unpersönlich und kopflos, wie ich meine. Zufällig ebenfalls aus der gleichen Branche.

    Viele Grüße
    Hubert Baumann

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