Diversität und Inklusion - Neue Führungskultur Marcus Riesterer

Diversität und Inklusion | Fachmagazin Perspektiven

Neue Führungskultur | Fachmagazin Perspektiven – Überarbeitet

Neue Führungskultur mein Beitrag zum Fachmagazin – Perspektiven Führung – mit dem Schwerpunkt Diversität und Inklusion.

Diversität und Inklusion

Vorab kurz mein Verständnis der beiden Begrifflichkeiten DIVERSITÄT und INKLUSION.

Mit dem Begriff Diversität verbinde ich die Vielzahl der Unterschiedlichkeiten, die Menschen einzigartig machen. Dazu gehören beispielsweise Ethnie, Alter, Verhalten, Werte, Denken, Handeln etc., aber auch genetische Veranlagung sowie Elternhaus Firmware (Sozialisierungsprozess).

Inklusion bedeutet für mich die ganzheitliche Einbeziehung aller Menschen an sämtlichen internen und externen Unternehmensschnittstellen.

Diversität und Inklusion fordert speziell von Führungskräften permanent authentisches, kongruentes, proaktives und professionelles Verhalten. Nur mit diesem ganzheitlichen Verhalten können Sie besonders im digitalen Zeitalter sicherstellen, dass tatsächlich alle einbezogen werden, sie selbst sein können, die gleichen Bedingungen vorfinden, dieselbe Akzeptanz haben, mit Respekt behandelt werden und ihre Superkräfte für Sie als Führungskraft sowie für das Unternehmen entfalten können.

Mein Tipp an alle Führungskräfte: Lesen Sie alle Ihre individuellen, spannenden „Bücher“ Mensch und finden Sie heraus, welche unterschiedlichen Realitäten – neben der Diversität – sich dahinter verbergen.

Bedenken Sie, dass jedes Ihrer Bücher (Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, Vorgesetzte, Freunde, Familie), getrieben vom digitalen Zeitalter, im Sekundentakt eine neue Realität erlebt, die heimlich, still und leise, dafür fundamental alles verändern kann oder bereits im gleichen Moment verändert hat.

Menschen sind kritisch, fürsorglich, frei, brav, rebellisch, und glauben Sie mir, nur ganz wenige sind und verhalten sich tatsächlich erwachsen.

Dabei haben besonders Menschen mit erwachsenem Verhalten per se nachweisbar einen höheren Wirkungsgrad als Führungskraft.

Jeder von ihnen, kann für sich diese Liste der Unterschiedlichkeiten mit Sicherheit unendlich fortsetzen und findet für die unterschiedlichen Charaktere die für sich passenden Attribute.

Den einen mögen wir, den nächsten nicht, und wenn das unter INKLUSION beschriebene Verhalten fehlt, sind Opfer-, Retter- und Verfolger-Spielchen (Drama Dreieck – Stephen Karpman) sowie Unproduktivität an der Tagesordnung. Wenn jetzt die Führungskraft nicht die Realitäten der beteiligten Spieler erkennt, hinterfragt, den Stopp-Knopf drückt und das Spiel sofort beendet, wird das Drama Dreieck zum Albtraum jeder Organisation.

Merke: Menschen sind fantastische, zugleich hoch emotionale Ökosysteme, und jedes dieser Systeme lebt neben seiner DIVERSITÄT in seiner eigenen REALITÄT.

Aus der Beratungs-, Coaching- und Reflexions-Praxis mit Führungskräften weiß ich, dass Menschen sich leider viel zu selten mit der Diversität sowie der Realität anderer auseinandersetzen.

Die folgende einfache Gleichung kann Ihnen helfen, schnell die diversen“ Realitäten von Menschen zu verstehen, damit verbunden die eigene Kommunikation zu optimieren, die Zusammenarbeit nachhaltig zu verbessern und zusätzlich kurz-, mittel- und langfristig die Produktivität zu steigern.

REALITÄT = ERFAHRUNG + ERWARTUNG

Dabei handelt es sich heute nicht mehr zwingend nur um die eigenen Erfahrungen und Erwartungen, sondern zusätzlich auch um die Fremdeinflüsse (Meinung, Information, Bewertung) aus dem Internet und den sozialen Netzwerken.

Unsere REALITÄT wird durch digitale Assistenten (Smartphone, Tablet, Laptop etc.) permanent neu stimuliert, und viele Menschen, Führungskräfte eingeschlossen, blenden diese Entwicklung bis heute fahrlässig aus.

Der Umgang mit den unterschiedlichen Realitäten wird zur Herausforderung, besonders wenn man bedenkt, dass viele Menschen speziell im Zusammenhang mit Veränderungen am liebsten bei ihren alten Verhaltensmustern bleiben.

Die Veränderungsdynamik macht allerdings keine Pause! Die Komplexität wird garantiert noch weiter steigen, und Verhaltensmusterwechsel werden für Menschen und Organisationen unausweichlich, um mit der Entwicklung und Geschwindigkeit Schritt zu halten.

Damit die digitale Transformation gelingt, braucht es vor allem viel Aufmerksamkeit, Offenheit, Reflexion, Empathie und  Verantwortungsbewusstsein auf der Führungsseite, um nah genug am tatsächlichen Puls der Zeit zu bleiben und damit nahe genug am Humankapital.

Meine Empfehlung: Reflektieren Sie regelmäßig Ihre Realität (Eigen + Fremd) sowie die Ihrer Mitarbeiter und bleiben Sie UP TO DATE.
Nur so entgehen Sie der Gefahr, mit alten Erfahrungsmustern auf neue Rahmenbedingungen zu reagieren.

Eines ist sicher, neue kreative Lösungen entstehen nur dann, wenn es Ihnen dauerhaft gelingt, die Diversität im System hochzuhalten, die Realität immer wieder neu zu verstehen und die Summenintelligenz Ihrer Mitarbeiter zielgerichtet einzusetzen.

Die digitale Welt eine neue Führungskultur, die geprägt ist von Verantwortung (Denken und Handeln),  Identifikation, Mitbestimmung, Vertrauen und Konsequenz.

Hier der vollständige Artikel als PDF zum Download

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