8 Leadership Grundsätze! Marcus Riesterer

Einzelhandel wegen Digitalisierung geschlossen

Einzelhandel wegen Digitalisierung geschlossen

Die sozialen Netzwerke, Amazon, Ebay und Co. sind längst bei der Generation 50 Plus angekommen, einige agieren und bestellen selbst, andere geben den Auftrag Kindern oder Verwandten. Smartphones, Wearables und digitale Gadgets machen die Internet Nutzung immer einfacher, sag einfach „ok Google“ und schon geht es los.

Die Internetwelt freut sich und analysiert die neuen Wunschkunden bei jedem Klick. Die riesige Datenkrake ist sehr fleißig und liebt Daten, so wie Bienen den Pollen. Sie findet heraus, wo wir uns am liebsten bewegen, was uns interessiert, was uns aktuell umtreibt und wie viel wir bereit sind dafür zu investieren.

Die Datenkrake weiß genau was Menschen wollen und lauert an jeder Internet Ecke. Vom neuen Fahrrad, über coole neue Sneaker, Waschmittel, Rasierklingen, eine neue Handtasche, die Schultüte für die Einschulung bis zum nächsten Urlaubstripp. Das Internet hat für alle unsere Ideen eine passende Lösung.

Gunter Dueck beschreibt in seinem neuesten Buch „Flachsinn: Ich habe Hirn, ich will hier raus ir?t=el059 21&l=as2&o=3&a=3593505177(lesenswert) das Internet als Machtwelt, dass mit Wissenschaft und Algorithmen hinter uns her ist, um uns Klicks und Wahlentscheidungen ab zu ringen. 

Das Internet ist tatsächlich eine fantastische Daten Analyse Plattform und liefert dank der Vielzahl an Transaktionen ein klares Bild, um wieder neu das Rätsel Mensch und seine Muster zu lösen.

Für die digitale Welt gilt: Nur wer Menschen und ihre Entscheidungsmuster versteht, kann Produkte, Dienstleistungen und Lösungen anbieten, die deren zukünftigen Idee entsprechen! #Strategie

Und genau das tut die Datenkrake, sie sammelt alle notwendigen Informationen „Motiv, Situation, Aufgabe, Bedürfnisse, Wünsche“ und bietet dann Lösungsvorschläge aus dem globalen Lösungskatalog.

Was macht der Einzelhandel?

EASY LEADERSHIP - Einzelhandel wegen Digitalisierung geschlossen, Einzelhandel braucht eine neue Strategie, Mehr Umsatz im Einzelhandel, Einzelhandel Strategie, Mehr verkaufen im Einzelhandel, Wie die Digitalisierung den Einzelhandel bedrohtWie sagte bereits mein erster Vertriebsleiter 2001, „Hoffnung ist der TOD des Verkäufers“! 

Getreu dem Motto: Warum soll ich mich für den Kunden interessieren so lange dieser noch kommt?

Der Einzelhandel versteht seine Kunden schon lange nicht mehr und agiert trotz aller digitalen Möglichkeiten unverändert nach dem alten Muster. So langsam dämmert es dem ein oder anderen, dass sich strategische Defizite, wenn überhaupt nur kurzfristig mit billigen Preisen kompensieren lassen.

Jetzt muss alles ganz schnell gehen, kürzlich schreibt mir der Vorstand einer großen Genossenschaftskette:

„sorry für meine späte Reaktion. Sie ist ein klein wenig Ausdruck der gegenwärtigen Situation: Die Veränderungsgeschwindigkeit im Handel zwingt uns zu immer schnelleren Neuentwicklungen und Entscheidungen und bindet gigantische Ressourcen, auch zeitlich.“

Leider hat der Einzelhandel bei seiner Reise durch die Zeit, seine Kunden zu lange aus den Augen verloren und sucht jetzt Hände ringend nach Lösungen.

Von der Nervensäge zum Kunden ist ein steiniger Weg, der ganz klar ein neues Führungsverständnis, sowie eine neue Kultur braucht.

Die Ansprache Highlights aus sechs Jahren Praxis „Abenteuer Realität©“:

Platz 1: Kann ich Ihnen helfen
Platz 2: Sie kommen zu recht
Platz 3: Sie schauen nur

Glücklicherweise kaufen zehn Prozent garantiert. Diese zehn Prozent wissen dank der „Internet Datenkrake“ genau was sie wollen, haben ihren Einkauf geplant und kaufen tatsächlich auch bei unfreundlichen Verkäufern.

Ein Glückspiel für den Einzelhandel, dass wie eine Schicksals Lotterie anmutet. „Wenn es der Zufall will, ist das Produkt verfügbar und der Kunde nimmt es mit.“

Nur was dann: Kommt er/sie wieder, war er/sie zufrieden, was braucht er/sie zukünftig, wie steht es mit dem DIALOG?

Für den Einzelhandel wird es Zeit die Servicewüste in eine Serviceoase zu verwandeln, denn Kunden belohnen positive ERLEBNISSE mit dem Kauf im Handel.

Eines steht fest: „Nicht gekauft haben Sie auch ohne das Geschäft zu betreten!“

Doch mit „Kann ich Ihnen helfen, oder schauen Sie nur“ wird er/sie Ihnen seine Ideen nicht verraten.

Bedienungsanleitung für erfolgreiches Verkaufen:

  1. Begrüßen Sie ihre Kunden herzlich, als wären Sie ihre Gäste
  2. Geben Sie ihren Kunden Freilauf und lassen Sie ihnen Zeit sich zu akklimatisieren
  3. Beobachten Sie aufmerksam wie Ihre Kunden sich verhalten
  4. Erst wenn Ihre Kunden sich länger als 3 Sekunden mit einem Produkt beschäftigen werden Sie aktiv

Ihre Hilfe ist zwar Ehrenwert, aber der Kunde hat im Elternhaus gelernt, dass er von Fremden (in dem Fall von ihnen) erstmal nichts annimmt.

Menschen haben Lust auf positive Erlebnisse. Im Zeitalter von Amazon, Google, Apple, Ebay und Co. wissen die Kunden mehr als dem Verkäufer lieb ist.

Die Macht wird sich noch weiter vom Anbieter zum Nachfrager verschieben und der Handel tut gut daran sich mit diesem intensiver auseinander zu setzen.

Die Herausforderung des Einzelhandels:

Analog zum Internet dauerhaft und immer wieder neu das Rätsel Menschenverstand zu lösen. Nur dann kann er Produkte und Dienstleistungen anzubieten, die auch morgen noch dessen Idee entsprechen! 

Raus aus dem „Einzelhandels-Einheitsbrei“, rein in den DIALOG mit dem Kunden. Menschen sind die besten Bücher und liefern alle notwendigen Informationen für die richtige Strategie Zukunftsstrategie.

Mein Appell an den Einzelhandel: Jeder Kunden Besuch ist wie der Klick im Internet, bleiben Sie dran und analysieren Sie Menschen und ihre Entscheidungsmuster, nur dann bleiben Sie wettbewerbsfähig in der digitalen Welt.

Übrigens, bei steigender Anonymität und Komplexität sind viele Menschen glücklich, wenn sie einfach nur wahrgenommen werden.

Eines ist sicher, wenn ONLINE vollständig OFFLINE wird, dann bleibt nur noch die Veräußerung der bisherigen Geschäftsfläche an die digitale Konkurrenz.

2 Kommentare zu „Einzelhandel wegen Digitalisierung geschlossen“

  1. Wahrheit. Sonst nichts. Außer Irrsinn, der ist auch Wahrheit.

    Aber das interessiert die Meisten leider nicht. Habe heute gerade auf der Rückfahrt überlegt, in was für einer verrückten Welt wir leben, dass man gestandenen Unternehmerinnen und Unternehmern sagen muss, was abgeht. Noch verrückter ist nur, dass diese meist mit einer unheimlichen, und ich meine unheimlich, Arroganz begegnen. So ist unsere Wirtschaft auf Dauer nicht mehr trag- und zukunftsfähig. Ein Heer erfolgsverwöhnter Geschäftsführern ist kein Motor von Innovation. Der Einzelhandel ist ein schönes, oder genauer genommen „unschönes“ Beispiel dafür. Man trifft allzu oft auf gelangweilte aber nervöse Damen mittleren Alters oder aber Herren mittleren Alters, die einem klar zu verstehen geben „Nein, ich habe kein Geld dafür“, „Onlinemarketing brauche ich nicht“ oder auch „Scheiß Internet“. Mit so einer Haltung gewinnt man niemanden. Auch uns hat der Einzelhandel in Marburg längst gezeigt, dass man kein ehrliches Interesse an Kritik und Wandel hat. Insofern sag ich mittlerweile: Lass die Fakten sprechen und ihren Daumen über denen senken, die nicht in der Lage sind über sich selbst zu reflektieren oder Hilfe anzunehmen. Oder aber das Rundum-Sorglos-Paket zum Schnäppchenpreis wollen. Wer den Mensch versteht, versteht auch diese Haltung. Was sie aber weder besser macht, noch entschuldigt. Es ist nämlich geradezu beschämend, wie man mit Idealisten umgeht, die lediglich helfen wollen und dafür ein angemessenes Salär verlangen.

    Deutschlands Wirtschaft geht es gut wie lange nicht. Proaktives Handeln, also „agieren“, ist daher nicht besonders beliebt, weil eben nicht notwendig. Es braucht erst einen Hammerschlag, der sämtliche Existenzen zertrümmert, damit auch die letzten hochnäsigen Inhaber schnallen, dass sie nicht ewig mit den Methoden von gestern Erfolg haben werden. Vielleicht kommt dann die späte Erkenntnis, dass der/die ein oder andere Berater/in in manchen Dingen tatsächlich recht hatte. Was aber nicht nur erst nach der Erkenntnis darüber Realität wird, sondern wenn es längst zu spät für Veränderung ist. Nichts ist mächtiger und erbarmungsloser als die uns umgebende Realität, die wir uns nicht selbst schaffen.

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