Ein­zel­han­del wegen Digi­ta­li­sie­rung geschlos­sen

Ein­zel­han­del wegen Digi­ta­li­sie­rung geschlos­sen

Die sozia­len Netz­wer­ke, Ama­zon, Ebay und Co. sind längst bei der Genera­ti­on 50 Plus ange­kom­men, eini­ge agie­ren und bestel­len selbst, ande­re geben den Auf­trag Kin­dern oder Ver­wand­ten. Smart­pho­nes, Weara­bles und digi­ta­le Gad­gets machen die Inter­net Nut­zung immer ein­fa­cher, sag ein­fach “ok Goog­le” und schon geht es los.

Die Inter­net­welt freut sich und ana­ly­siert die neu­en Wunsch­kun­den bei jedem Klick. Die rie­si­ge Daten­kra­ke ist sehr flei­ßig und liebt Daten, so wie Bie­nen den Pol­len. Sie fin­det her­aus, wo wir uns am liebs­ten bewe­gen, was uns inter­es­siert, was uns aktu­ell umtreibt und wie viel wir bereit sind dafür zu inves­tie­ren.

Die Daten­kra­ke weiß genau was Men­schen wol­len und lau­ert an jeder Inter­net Ecke. Vom neu­en Fahr­rad, über coo­le neue Snea­ker, Wasch­mit­tel, Rasier­klin­gen, eine neue Hand­ta­sche, die Schul­tü­te für die Ein­schu­lung bis zum nächs­ten Urlaubstripp. Das Inter­net hat für alle unse­re Ideen eine pas­sen­de Lösung.

Gun­ter Dueck beschreibt in sei­nem neu­es­ten Buch “Flach­sinn: Ich habe Hirn, ich will hier raus (lesens­wert) das Inter­net als Macht­welt, dass mit Wis­sen­schaft und Algo­rith­men hin­ter uns her ist, um uns Klicks und Wahl­ent­schei­dun­gen ab zu rin­gen. 

Das Inter­net ist tat­säch­lich eine fan­tas­ti­sche Daten Ana­ly­se Platt­form und lie­fert dank der Viel­zahl an Trans­ak­tio­nen ein kla­res Bild, um wie­der neu das Rät­sel Mensch und sei­ne Mus­ter zu lösen.

Für die digi­ta­le Welt gilt: Nur wer Men­schen und ihre Ent­schei­dungs­mus­ter ver­steht, kann Pro­duk­te, Dienst­leis­tun­gen und Lösun­gen anbie­ten, die deren zukünf­ti­gen Idee ent­spre­chen! #Stra­te­gie

Und genau das tut die Daten­kra­ke, sie sam­melt alle not­wen­di­gen Infor­ma­tio­nen “Motiv, Situa­ti­on, Auf­ga­be, Bedürf­nis­se, Wün­sche” und bie­tet dann Lösungs­vor­schlä­ge aus dem glo­ba­len Lösungs­ka­ta­log.

Was macht der Ein­zel­han­del?

EASY LEADERSHIP - Einzelhandel wegen Digitalisierung geschlossen, Einzelhandel braucht eine neue Strategie, Mehr Umsatz im Einzelhandel, Einzelhandel Strategie, Mehr verkaufen im Einzelhandel, Wie die Digitalisierung den Einzelhandel bedrohtWie sag­te bereits mein ers­ter Ver­triebs­lei­ter 2001, “Hoff­nung ist der TOD des Ver­käu­fers”! 

Getreu dem Mot­to: War­um soll ich mich für den Kun­den inter­es­sie­ren so lan­ge die­ser noch kommt?

Der Ein­zel­han­del ver­steht sei­ne Kun­den schon lan­ge nicht mehr und agiert trotz aller digi­ta­len Mög­lich­kei­ten unver­än­dert nach dem alten Mus­ter. So lang­sam däm­mert es dem ein oder ande­ren, dass sich stra­te­gi­sche Defi­zi­te, wenn über­haupt nur kurz­fris­tig mit bil­li­gen Prei­sen kom­pen­sie­ren las­sen.

Jetzt muss alles ganz schnell gehen, kürz­lich schreibt mir der Vor­stand einer gro­ßen Genos­sen­schafts­ket­te:

“sor­ry für mei­ne spä­te Reak­ti­on. Sie ist ein klein wenig Aus­druck der gegen­wär­ti­gen Situa­ti­on: Die Ver­än­de­rungs­ge­schwin­dig­keit im Han­del zwingt uns zu immer schnel­le­ren Neu­ent­wick­lun­gen und Ent­schei­dun­gen und bin­det gigan­ti­sche Res­sour­cen, auch zeit­lich.”

Lei­der hat der Ein­zel­han­del bei sei­ner Rei­se durch die Zeit, sei­ne Kun­den zu lan­ge aus den Augen ver­lo­ren und sucht jetzt Hän­de rin­gend nach Lösun­gen.

Von der Ner­ven­sä­ge zum Kun­den ist ein stei­ni­ger Weg, der ganz klar ein neu­es Füh­rungs­ver­ständ­nis, sowie eine neue Kul­tur braucht.

Die Anspra­che High­lights aus sechs Jah­ren Pra­xis “Aben­teu­er Rea­li­tät©”:

Platz 1: Kann ich Ihnen hel­fen
Platz 2: Sie kom­men zu recht
Platz 3: Sie schau­en nur

Glück­li­cher­wei­se kau­fen zehn Pro­zent garan­tiert. Die­se zehn Pro­zent wis­sen dank der “Inter­net Daten­kra­ke” genau was sie wol­len, haben ihren Ein­kauf geplant und kau­fen tat­säch­lich auch bei unfreund­li­chen Ver­käu­fern.

Ein Glück­spiel für den Ein­zel­han­del, dass wie eine Schick­sals Lot­te­rie anmu­tet. “Wenn es der Zufall will, ist das Pro­dukt ver­füg­bar und der Kun­de nimmt es mit.”

Nur was dann: Kommt er/sie wie­der, war er/sie zufrie­den, was braucht er/sie zukünf­tig, wie steht es mit dem DIALOG?

Für den Ein­zel­han­del wird es Zeit die Ser­vice­wüs­te in eine Ser­vice­oa­se zu ver­wan­deln, denn Kun­den beloh­nen posi­ti­ve ERLEBNISSE mit dem Kauf im Han­del.

Eines steht fest: „Nicht gekauft haben Sie auch ohne das Geschäft zu betre­ten!“

Doch mit “Kann ich Ihnen hel­fen, oder schau­en Sie nur” wird er/sie Ihnen sei­ne Ideen nicht ver­ra­ten.

Bedie­nungs­an­lei­tung für erfolg­rei­ches Ver­kau­fen:

  1. Begrü­ßen Sie ihre Kun­den herz­lich, als wären Sie ihre Gäs­te
  2. Geben Sie ihren Kun­den Frei­lauf und las­sen Sie ihnen Zeit sich zu akkli­ma­ti­sie­ren
  3. Beob­ach­ten Sie auf­merk­sam wie Ihre Kun­den sich ver­hal­ten
  4. Erst wenn Ihre Kun­den sich län­ger als 3 Sekun­den mit einem Pro­dukt beschäf­ti­gen wer­den Sie aktiv

Ihre Hil­fe ist zwar Ehren­wert, aber der Kun­de hat im Eltern­haus gelernt, dass er von Frem­den (in dem Fall von ihnen) erst­mal nichts annimmt.

Men­schen haben Lust auf posi­ti­ve Erleb­nis­se. Im Zeit­al­ter von Ama­zon, Goog­le, Apple, Ebay und Co. wis­sen die Kun­den mehr als dem Ver­käu­fer lieb ist.

Die Macht wird sich noch wei­ter vom Anbie­ter zum Nach­fra­ger ver­schie­ben und der Han­del tut gut dar­an sich mit die­sem inten­si­ver aus­ein­an­der zu set­zen.

Die Her­aus­for­de­rung des Ein­zel­han­dels:

Ana­log zum Inter­net dau­er­haft und immer wie­der neu das Rät­sel Men­schen­ver­stand zu lösen. Nur dann kann er Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen anzu­bie­ten, die auch mor­gen noch des­sen Idee ent­spre­chen! 

Raus aus dem “Ein­zel­han­dels-Ein­heits­brei”, rein in den DIALOG mit dem Kun­den. Men­schen sind die bes­ten Bücher und lie­fern alle not­wen­di­gen Infor­ma­tio­nen für die rich­ti­ge Stra­te­gie Zukunfts­stra­te­gie.

Mein Appell an den Ein­zel­han­del: Jeder Kun­den Besuch ist wie der Klick im Inter­net, blei­ben Sie dran und ana­ly­sie­ren Sie Men­schen und ihre Ent­schei­dungs­mus­ter, nur dann blei­ben Sie wett­be­werbs­fä­hig in der digi­ta­len Welt.

Übri­gens, bei stei­gen­der Anony­mi­tät und Kom­ple­xi­tät sind vie­le Men­schen glück­lich, wenn sie ein­fach nur wahr­ge­nom­men wer­den.

Eines ist sicher, wenn ONLINE voll­stän­dig OFFLINE wird, dann bleibt nur noch die Ver­äu­ße­rung der bis­he­ri­gen Geschäfts­flä­che an die digi­ta­le Kon­kur­renz.

Digi­ta­li­sie­rung braucht eine neue Füh­rungs­kul­tur
Men­schen und die Rea­li­tät

2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Wahr­heit. Sonst nichts. Außer Irr­sinn, der ist auch Wahr­heit.

    Aber das inter­es­siert die Meis­ten lei­der nicht. Habe heu­te gera­de auf der Rück­fahrt über­legt, in was für einer ver­rück­ten Welt wir leben, dass man gestan­de­nen Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mern sagen muss, was abgeht. Noch ver­rück­ter ist nur, dass die­se meist mit einer unheim­li­chen, und ich mei­ne unheim­lich, Arro­ganz begeg­nen. So ist unse­re Wirt­schaft auf Dau­er nicht mehr trag- und zukunfts­fä­hig. Ein Heer erfolgs­ver­wöhn­ter Geschäfts­füh­rern ist kein Motor von Inno­va­ti­on. Der Ein­zel­han­del ist ein schö­nes, oder genau­er genom­men “unschö­nes” Bei­spiel dafür. Man trifft all­zu oft auf gelang­weil­te aber ner­vö­se Damen mitt­le­ren Alters oder aber Her­ren mitt­le­ren Alters, die einem klar zu ver­ste­hen geben “Nein, ich habe kein Geld dafür”, “Online­mar­ke­ting brau­che ich nicht” oder auch “Scheiß Inter­net”. Mit so einer Hal­tung gewinnt man nie­man­den. Auch uns hat der Ein­zel­han­del in Mar­burg längst gezeigt, dass man kein ehr­li­ches Inter­es­se an Kri­tik und Wan­del hat. Inso­fern sag ich mitt­ler­wei­le: Lass die Fak­ten spre­chen und ihren Dau­men über denen sen­ken, die nicht in der Lage sind über sich selbst zu reflek­tie­ren oder Hil­fe anzu­neh­men. Oder aber das Rund­um-Sorg­los-Paket zum Schnäpp­chen­preis wol­len. Wer den Mensch ver­steht, ver­steht auch die­se Hal­tung. Was sie aber weder bes­ser macht, noch ent­schul­digt. Es ist näm­lich gera­de­zu beschä­mend, wie man mit Idea­lis­ten umgeht, die ledig­lich hel­fen wol­len und dafür ein ange­mes­se­nes Salär ver­lan­gen.

    Deutsch­lands Wirt­schaft geht es gut wie lan­ge nicht. Pro­ak­ti­ves Han­deln, also “agie­ren”, ist daher nicht beson­ders beliebt, weil eben nicht not­wen­dig. Es braucht erst einen Ham­mer­schlag, der sämt­li­che Exis­ten­zen zer­trüm­mert, damit auch die letz­ten hoch­nä­si­gen Inha­ber schnal­len, dass sie nicht ewig mit den Metho­den von ges­tern Erfolg haben wer­den. Viel­leicht kommt dann die spä­te Erkennt­nis, dass der/die ein oder ande­re Berater/in in man­chen Din­gen tat­säch­lich recht hat­te. Was aber nicht nur erst nach der Erkennt­nis dar­über Rea­li­tät wird, son­dern wenn es längst zu spät für Ver­än­de­rung ist. Nichts ist mäch­ti­ger und erbar­mungs­lo­ser als die uns umge­ben­de Rea­li­tät, die wir uns nicht selbst schaf­fen.

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