Was Sie über aktiv unen­ga­gier­te Mit­ar­bei­ter wis­sen müs­sen

Sie kos­ten die Wirt­schaft Mil­li­ar­den: “Aktiv unen­ga­gier­te Mit­ar­bei­ter”

Aktiv unen­ga­gier­te Mit­ar­bei­ter (Zom­bies) gibt es über­all und ich erle­be sie jeden Tag aufs Neue in der Rea­li­tät. Ein Teil die­ser Men­schen war schon immer unen­ga­giert, ande­re sind es erst auf­grund von Ver­än­de­run­gen (per­sön­lich, wirt­schaft­lich, tech­nisch, etc.) gewor­den. Die­se Mit­ar­bei­ter kos­ten die Volks­wirt­schaft jähr­lich zwi­schen 75,6 und 99,2 MRD Euro (Quel­le: Gal­lup 2016). In der ers­ten Ite­ra­ti­on 2018 schätz­te Gal­lup die Kos­ten bereits auf 103 MRD Euro. Eines steht fest, die Kom­ple­xi­tät wird mit den stark wach­sen­den digi­ta­len Mög­lich­kei­ten noch wei­ter zuneh­men und die Zahl aktiv unen­ga­gier­ter Mit­ar­bei­ter sicher­lich noch wei­ter stei­gen.

Wer mit alten Erfah­run­gen (Intui­tio­nen) auf neue Rah­men­be­din­gun­gen reagiert läuft Gefahr, ein Aus­lauf­mo­dell der Zeit zu wer­den. Die Rea­li­tät hat sich ver­än­dert und den­noch blei­ben Men­schen bevor­zugt ihren alten Mus­tern treu.

Mein Tipp: Tren­nen Sie Per­so­nen von der Sache und beob­ach­ten Sie die Warn­si­gna­le im fol­gen­den Schau­bild:

EASY LEADERSHIP - aktiv unenagagierte Mitarbeiter

Neh­men Sie bit­te Ihre Für­sor­ge­pflicht ernst und hin­ter­fra­gen Sie die Zufrie­den­heit ihrer Mit­ar­bei­ter regel­mä­ßig.

Wie zufrie­den sind Sie mit ihrer Auf­ga­be (gestern/heute)? Was moti­viert Sie an ihrer Auf­ga­be? Wie neh­men Sie die Ent­wick­lung wahr?
Wel­che Ideen kön­nen Sie bei­steu­ern? Wie fin­den Sie die Ver­än­de­rung der digi­ta­len Welt und wie gehen Sie damit um? Wel­che Ideen
kön­nen Sie bei­steu­ern? etc.

Beob­ach­ten Sie ihre Mit­ar­bei­ter und geben Sie regel­mä­ßig Rück­mel­dung auf Han­deln und Ver­hal­ten! Die 14% unen­ga­gier­te Mit­ar­bei­ter gefähr­den aktiv den Unter­neh­mens­er­folg und sind selbst mit hoher Wahr­schein­lich­keit unzu­frie­den.

Tren­nen Sie sich von “aktiv unen­ga­gier­ten” Mit­ar­bei­tern, bevor sie sich Selbst und dem Sys­tem Unter­neh­men scha­den!

Mein Tipp für alle Men­schen die spü­ren, dass Sie unzu­frie­den wer­den oder schon sehr lan­ge sind:  

LOVE IT (Lie­be ich es?) — CHANGE IT (Kann ich es ändern?) — LEAVE IT (Wenn NEIN wer­de ich es ver­las­sen)

Wer bin ich? Was kann ich? Was will ich? Wo wer­de ich gebraucht?
Been­den Sie Din­ge, die Ihnen kei­nen Spaß mehr machen und star­ten Sie lie­ber etwas Neu­es.

Mer­ke: “Man­geln­de Eigen­ver­ant­wor­tung führt zur Depres­si­on (BURNOUT)”, also ent­we­der ver­än­dern Sie sich, oder Sie wer­den ver­än­dert.

Mein Tipp für alle lei­ten­den Mit­ar­bei­ter (sie/er/es):

Kon­zen­trie­ren Sie sich auf die 16% aktiv enga­gier­ten Mit­ar­bei­ter! Nut­zen Sie deren posi­ti­ve Ener­gie für die Zukunfts­aus­rich­tung des Unter­neh­mens. Inves­tie­ren Sie in die RICHTIGEN und bin­den Sie die­se Mit­ar­bei­ter aktiv ans Unter­neh­men.

Die Welt dreht sich wei­ter und die Anfor­de­run­gen an Men­schen und Orga­ni­sa­tio­nen ändern sich täg­lich. Blei­ben Sie wach­sam und sei­en Sie kon­se­quent im Umgang mit aktiv unen­ga­gier­ten (inner­lich gekün­dig­ten) Mit­ar­bei­tern.

Ver­än­de­rungs­be­reit­schaft ist die neue Sicher­heit!

 

Men­schen und die Rea­li­tät
Rocky Hor­ror Show Ein­zel­han­del Deutsch­land

4 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Das wovon Sie hier spre­chen habe ich jeden Tag an der Arbeit und lei­der ist es kei­ne Sel­ten­heit. Es wird sogar vom Chef mit­ge­tra­gen. Mich nervt das total an. Ich bin ein enga­gier­ter Mensch, der sei­ne Auf­ga­be ernst nimmt. Ich will etwas bewe­gen und nicht fürs Nichts­tun bezahlt wer­den. Statt des­sen wer­de ich zum Feind mei­ner Kol­le­gen. Man darf sie nicht in ihrem Schlaf stö­ren, wer es wagt wird raus­ge­mobbt. Ich fra­ge mich, wie man dage­gen ange­hen soll und ohne dabei ein zerüt­te­tes Ner­ven­kos­tüm zu bekom­men?

    Antworten
    • Hal­lo, dan­ke für Ihre Offen­heit. Geben Sie Ihrem der­zei­ti­gen Arbeit­ge­ber die Chan­ce zur Ver­än­de­rung und ansons­ten ver­än­dern Sie sich. Der Arbeits­markt für posi­ti­ve, leis­tungs­be­rei­te Mit­ar­bei­ter ist der­zeit bes­ser denn je.

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  • Uwe Hermann
    13. April 2019 12:18

    Hal­lo Herr Ries­te­rer,
    Ich stim­me in allem Ihrer Aus­füh­run­gen zu. Sehe das Pro­blem aber nur sekun­där bei den Zom­bies. Ich bin seit 1999 Trai­ner und Bera­ter. Ich konn­te in ca. 80 ‑100 Unter­neh­men unter­schied­lichs­ter Grö­ße und Bran­che hin­ein schnup­pern und habe Mit­ar­bei­ter getrof­fen (die weit­aus größ­te Anzahl) die durch ihre Füh­rung zu Zom­bies wur­den. Von die­sen Unter­neh­men hät­te ich von ledig­lich zwei einen Arbeits­ver­trag unter­schrie­ben, so kata­stro­phal schlecht war die Füh­rung in den ande­ren Unter­neh­men. Füh­rung wird wie Eltern sein, nicht aus­ge­bil­det (es fängt lang­sam an), Inge­nieu­re, Ärz­te, Juris­ten, Betriebs­wirt­schaft­ler ler­nen nichts über Ver­hal­ten und die Psy­che der Men­schen. Ler­nen nicht das eine Füh­rungs­kraft ein Vor­bild zu sein hat und auch ein Maß an Demut haben muss usw. usw. Aus die­sem Grun­de glau­be ich, das Füh­rung ihre eige­nen Zom­bies erzeugt und von den 15% (von mir lai­en­haft geschätzt) nur noch 5% ech­te Zom­bies blei­ben. Die 10% aber blü­hen unter einer „guten“ Füh­rung wie­der auf.
    Das ist ein wenig so wie die Aus­sa­ge „unse­re Jugend ist ver­wöhnt, will sich nicht mehr anstren­gen etc.“,. Und wer hat Sie dazu gemacht? Natür­lich die für die Erzie­hung Ver­ant­wort­li­chen, die Füh­rung. Ein gro­ßes The­ma…
    Bes­te Grü­ße
    Uwe Her­mann

    Antworten
    • Dan­ke für die Sicht­wei­se, die ich in allen Punk­ten nach­voll­zie­hen kann. Der Arti­kel pro­vo­ziert bewusst;-) Ger­ne kön­nen wir uns über die sozia­len Netz­wer­ke ver­bin­den.

      Bes­te Grü­ße Mar­cus Ries­te­rer

      Antworten

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